Gastbeitrag: Forni di Sopra – “Perlen der Alpen”

Dies ist der erste Beitrag meiner Gastautoren-Woche. Vielen Dank an Doris, dass sie dabei mitgemacht hat!

Doris Neubauer – Reisende, Schreibende und vor allem eine, die nicht still sitzen kann. Ich blogge seit etwas mehr als einem Jahr auf http://www.littlemissitchyfeet.com über meine Reisen. Mein Schwerpunkt liegt dabei auf verantwortungsbewusstem Unterwegssein. Ich möchte mit meinen Geschichten zeigen, dass wir als Reisende die Welt nicht nur entdecken, sondern in ihr auch positive Spuren hinterlassen können. Und vielleicht schaffe ich es ab und an, den einen oder anderen ebenfalls zum nachhaltigen Reisen zu inspirieren.

Postkarte Forni

Was, das ist tatsächlich meine grauenhafteste Postkarte? Das mag sich manch eine(r) denken. Und stimmt, sie kommt gar nicht sooo grauenhaft rüber auf dem Bild. Dennoch ist sie mir sofort in den Sinn gekommen, als mich Caroline nach meiner schlimmsten Postkarte gefragt hat.

Jetzt muss ich vorab sagen, dass ich kein Postkarten-Mensch bin: Ich schaue mir kaum welche an, verschicke erst recht keine – unter anderem deshalb, weil mir die EmpfängerInnen früher immer die größten Vorwürfe gemacht haben. Man kann nämlich meine Postkarten nicht lesen – meine Sauklaue verhindert das. Also habe ich vor langer Zeit beschlossen, einfach keine mehr zu schicken… Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Postkarte aus dem italienischen Ort Forni di Sopra ist mir allerdings in Erinnerung geblieben. Ich war auf Pressereise durch die “Perlen der Alpen”, nachhaltige Tourismusgebiete, zu denen auch Forni zählt. Soweit so gut: Wir hatten eine tolle Zeit, lustige KollegInnen waren dabei, die Orte haben mächtig Eindruck hinterlassen, wir haben viel erfahren… bis wir nach Forni kamen. Irgendwie war die Region enttäuschend, die Begrüßung und Betreuung im Vergleich zu den anderen Dörfern lieblos, die ökologischen Maßnahmen belanglos… und dann wurden wir auf dem Heimweg von einem nicht wirklich prickelnden Dinner auch zu allem Überfluss noch von einem Platzregen überrascht. Waschelnass kamen wir in unser Quartier zurück – und sahen an der Rezeption (als wir auf Handtücher wartenden) diese Postkarte. Ein unmotiviert zusammengestückeltes Puzzle aus nichtssagenden Bildern, ausgebleicht, ein Überbleibsel aus den frühen 80er Jahren. Es hat gepasst und irgendwie besser als alles Andere unsere Stimmung sowie unseren Eindruck vom Ort vermittelt. Und mir hat sie sich als ziemlich grauenhaftes Beispiel einer Postkarte ins Gedächtnis gebrannt.

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